Protest gegen den "Großen Zapfenstreich" am 17.03.2022, Münsterplatz Ulm

Die Bundeswehr feiert einen "Großen Zapfenstreich" auf dem Ulmer Münsterplatz am Donnerstag, 17. März 2022, 19 bis 20 Uhr. Kritik: Ein Zapfenstreich ist nicht mehr zeitgemäß. Der Zapfenstreich ist eine fast religiöse Huldigung an die Bundeswehr, eine Verklärung des Militärs. Den Mittelpunkt des großen Zapfenstreiches bildet der Befehl: „Helm ab zum Gebet!“, das dann folgende Gebet und das christlichen Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ (verfasst vom pietistischen Prediger Gerhard Tersteegen). Der Zapfenstreich ist so etwas wie ein „negatives Gesamtkunstwerk“, bestehend aus dem Gleichschritt der Soldaten, dem Schein der Fackeln und der feierlichen Militärmusik. Diese Ästhetik soll das Grauen des Krieges überdecken. Der Zapfenstreich soll von der Erfolglosigkeit deutscher Militäreinsätze ablenken. Der Zapfenstreich soll davon ablenken, dass die Auslandseinsätze viel zu viel Geld kosten; außerdem belastet das Militär die Umwelt und das Klima! Vor allem aber soll der Zapfenstreich von den zivilen Opfern deutscher Militäreinsätze ablenken. Was könnte man organisieren? Wer hat Lust, mitzudenken und mit zu formulieren? 

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