Hensoldt GmbH, ehem. Airbus-DS, in Ulm, Wörthstraße 85 (Weststadt)

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HENSOLDT  )))  Die elektronischen Augen des Krieges
HENSOLDT  )))  Elektronik für geostrategische Machtkämpfe
HENSOLDT  )))  Sensoren für Angriffe auf Zivilisten
HENSOLDT  )))  Kill, mutilate and make refugees!
 


Die Rüstungsfirma HENSOLDT (ehem. Airbus DS Optronics) sucht nach neuem Personal für Rüstungsaufträge. In der Hensoldt-Werbung sieht man ein militärisches U-Boot mit Periskop. Daneben steht: "Tauch auf!" Dagegen sagen wir: "Tauch ab!" Investiere Deine Arbeitskraft nicht in die Herstellung von Kriegsgerät! Investiere deine Lebenszeit und deine Kreativität nicht in den sinnlosen Tod vieler Zivilisten!
 

 

Waffenmagazin JANES vom 24.6.2018:
C4iSR: Joint & Common Equipment | Hensoldt launches new TRML-4D radar | Charles Forrester, Paris - Jane's International Defence Review | 24 June 2018 | Hensoldt has launched the TRML-4D AESA radar, based on its experience in the naval domain. Source: Hensoldt |Germany’s Hensoldt has launched a new land-based version of its TRS-4D Active Electronically Scanned Array (AESA) radar. The radar, designated the TRML-4D, uses a gallium nitride (GaN) solid-state transmitter and software-defined AESA system operating in the C-band (NATO G-band). “The missiles that need to be defended against are either more agile, they are getting faster, or they are coming in swarms that try to saturate the system. These are some of the principal threats that we have to deal with in coming up with a new system,” Markus Rothmaier, head of naval and ground radar at Hensoldt said. According to Rothmaier, the C-band gives the radar superior accuracy compared with other systems in the S-band range. “With this higher accuracy, we can ensure that the overall system of radar, command-and-control system, and the effector is increasing its probability to kill the threat.” The TRML-4D has an instrumented sensitivity of a radar cross-section of 0.01 m 2 , and a maximum range of 250 km to a height of 30 km. The minimum range is less than 100 m. Fighter aircraft can be tracked as confirmed targets at ranges over 120 km, with supersonic missiles as confirmed targets at over 60 km. The radar’s AESA-based ‘cued track’ functionality is also able to establish a track within the first rotation of the antenna, obtaining improved track information through a “look-back” functionality as the antenna completes its rotation. By the time the antenna begins its second rotation, it then has a third hit of the target to allow for improved track stability of targets. According to Rothmaier, this functionality is useful against pop-up targets, as well as targets that are performing high-performance manoeuvres. It allows for higher track rate updates in a minimum number of scans, while also increasing the time for weapons systems to react.

 

SWP 29.06.2019 "Revolution beim Radar"  Ulm / kö 28.06.2019 - 17:43 Uhr - Die Ulmer Firma Hensoldt zeigt beim Symposium der Deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation neue, digitale Technologien für militärische und zivile Zwecke. Eine eher unscheinbare Antenne am Maritim-Hotel und der kompakte weiße Transporter, auf den sie montiert ist, zogen beim Internationalen Radar-Symposium in Ulm viel Aufmerksamkeit auf sich.  Das Passivradar „Twinvis“ von Hensoldt stellt eine technologische Revolution dar. Es benötigt keine rotierende Radar-Antenne mehr, die ein elektromagnetisches Signal aussendet, sondern errechnet die Position vor allem von Flugzeugen aus Signal­echos ohnehin vorhandener Radio- oder Fernsehwellen.
So brauchte die – nicht-strahlende – Antenne beim CCU noch nicht mal eine Genehmigung, erläuterte Ryszard Bil von Hensoldt bei dem am Freitag zu Ende gegangenen Symposium mit 300 Experten aus 30 Ländern. Das System war mit einer zweiten Antenne am Hensoldt-Außenstandort in Nersingen zusammengeschaltet und zeigte zahlreiche zivile und militärische Flugzeuge südlich von Frankfurt: „Wir haben gerade 85 Tracks offen“, sagte ein Mitarbeiter. Die bläulichen Signaturen entstehen nur durch  komplexe mathematische Software-Prozesse. Weil das Radar nicht strahlt, kann es nicht geortet werden: weder in einem militärischen Kontext noch von Drogenschmugglern in einem Kleinflugzeug mit Radardetektoren.
Starkes Interesse an Ulmer Radar-Entwicklung. Hensoldt entwickelt das Passivradar auch am Standort Ulm seit zehn Jahren, es kommt 2020 auf den Markt. Die Konsequenzen sind erheblich: Denn das Radar erfasst auch Stealth-Flugzeuge, die für normale Radarsysteme unsichtbar sind. Entsprechend stieß das System am CCU auf starkes Interesse: „Die Überraschung ist groß, wie gut das funktionert“, hieß es beim Bedienpersonal. Hensoldt hatte bei diesem Heimspiel weitere Exponate parat, die bei einer kleinen Messe im Kepler-Saal des Kongresszentrums zu sehen waren. Dabei geht es auch um ein Antikollisions­radar für unbemannte Flugzeuge oder Drohnen. Sie sollen über militärische Anwendungen hinaus künftig zunächst verstärkt zivile Luftfracht transportieren. Das DAA-Radar (die Abkürzung steht für detect and avoid, also aufspüren und vermeiden) erfasst sowohl vertikal als auch horizontal sehr große Scanfelder. „Das kann der Schlüsssel für die autonome Luftfahrt sein“, hieß es am Hensoldt-Ausstellungsstand. Thema autonomes Fahren. Aber auch das autonome Autofahren war Thema bei diesem Symposium der Deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation (DGON), berichtete Kongressleiter Prof. Peter Knott von Fraunhofer. Radare in Fahrerassistenz­systemen seien ein wesentlicher Technologietreiber – zumal es hier auch darum geht, nach den harten Kostenvorgaben der Automobilindustrie zu produzieren. Auch die Digitalisierung und Kopplung mit künstlicher Intelligenz eröffne ganz „neue Möglichkeiten für die Radar-Achtitektur“.
Das Radar-Symposium mit zahlreichen Workshops an drei Tagen ging erstmals in Ulm über die Bühne – was wohl ein Stück weit der Nähe zum Sensorspezialisten Hensoldt geschuldet war. Nächster Austragungsort ist die litauische Hauptstadt Vilnius. Seit Ausgliederung von Airbus bei KKR. Entstehung. Das Rüstungsunternehmen Hensoldt (Taufkirchen bei München) ging 2017 aus der Verteidigungssparte von Airbus hervor. Die Anteile liegen inzwischen vollständig beim US-amerikanischen Finanzinvestor KKR. Rund die Hälfte der 4000 Mitarbeiter ist am Standort Ulm im früheren Anlagenwerk in der Weststadt tätig. Der Radar-Spezialist firmierte auch unter AEG, Telefunken, Dasa und Cassidian. Umsatz etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr. Geringer ziviler Anteil.

Zwei Hensoldt-Radar-Testanlagen in der Umgebung von Ulm, und zwar in Erbach und Straß

Fotos: links Kartenausschnitt Hensoldt-Radar-Testgelände in Straß, zwischen Ulm und Günzburg. Rechts: Hensoldt-Radar-Testanlage bei Erbach. Wir sind im Moment (Herbst 2019) noch am Recherchieren.

Kann es sein, dass HENSOLDT in der Region Ulm ZWEI Testgelände für militärisches Radar betreibt? Nicht nur das Testgelände in Erbach sondern auch das Testgelände zwischen Ulm und Günzburg, zwischen den Dörfern Straß und Opferstetten. In der so genannten Schliersiedlung. An der Römerstraße. Haupteingang in der Christian-Hülsmeyer-Straße. Etwa 100-200 Meter in nordöstlicher Richtung von der "Kanuni Sultan Süleyman Moschee". Koordinaten: 48.421251, 10.161546.

 

AUGSBURGER ALLEMEINE, 05.08.2017, Von Oliver Helmstädter. Wo unsichtbare Raketen fliegen, Ulm/Nersingen. In Straß testet der Ulmer Hensoldt-Standort Artillerieortungsradare. Künftig soll auch das Thema Flugüberwachung eine Rolle spielen – Gefahr durch Strahlung hingegen nicht.

Es geht orientalisch zu im Straßer Industriegebiet. Vorbei am weithin sichtbaren Minarett der Sultan-Masjid-Moschee führt der Weg in die Christian-Hülsmeyer-Straße. An deren Ende stehen – in einem Hochsicherheitstrakt verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit – Militärfahrzeuge mit arabischer Beschriftung in Wüsten-Tarnfarbe.

Das neu angebrachte Straßenschild ist ein Hinweis auf den Nutzer: Hülsmeyer gilt als Erfinder des Radars. Und so ist die Christian-Hülsmeyer-Straße eine Reminiszenz an die Ulmer Radarhochburg Hensoldt (früher Airbus Defence and Space), die seit dem Frühjahr auf dem 2,2 Hektar großen Gelände Radaranlagen montiert und testet. 2,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen in zwei Gebäude, komplizierte Technik und einen Erdwall. Der soll vor Strahlung schützen. Wie Hensoldt-Pressesprecher Lothar Belz betont, würde auf der Hensoldt-Anlage in Straß das Dreifache der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsabstände eingehalten. Und um zusätzlich etwaig vorhandene Bedenken in der Bevölkerung zu zerstreuen, sei noch ein Erdwall aufgeschüttet worden.

Dabei sei die nach wie vor weit verbreitete Vorstellung von gefährlichen Radaranlagen ohnehin überholt. Die rührten aus einer Zeit, als Röntgenstrahlung die Norm bei Radargeräten gewesen sei. Die Gefährlichkeit früherer Anlagen ging nicht von der Radar-Mikrowellenstrahlung aus, sondern von der nebenbei in der Elektronik der Geräte erzeugten ionisierenden Strahlung. Die in Ulm entwickelten Radaranlagen kommen ohne ionisierende Strahlung aus, so Belz.

Dazu gehört das Artillerieortungsradar Cobra. Sechs bis acht dieser viele, viele Millionen Euro kostenden, auf Laster montierten Anlagen sollen künftig pro Jahr in Straß endmontiert und getestet werden. Dafür kommen auch hohe Militärs aus den verschiedensten Ländern in den Nersinger Ortsteil, um sich vom Funktionieren des Systems zu überzeugen.

Je nach Auftragslage arbeiten 30 bis 40 Leute bei Hensoldt in Straß, die projektbezogen ihren Arbeitsplatz von Ulm verlegen. Cobra gilt als das modernste und leistungsfähigste, derzeit auf dem Markt verfügbare, Artillerieortungsradar.

Hauptaufgabe des Systems ist die Ortung und Klassifizierung schießender gegnerischer Artillerie sowie Mörser unter allen Wetterbedingungen mit hoher Genauigkeit. Das von Frankreich, Deutschland und Großbritannien gemeinsam ins Leben gerufene System ist, nach Angaben der Bundeswehr, dabei in der Lage im Aufklärungssektor in bis zu 40 Kilometer Entfernung 40 Feuerstellungen in zwei Minuten zu erfassen. Geschossen wird rund um Straß allerdings nicht, wie Belz betont. Die feindlichen Raketen würden elektronisch simuliert. Und auch Flugzeuge würden wegen der Hensoldt-Anlage nicht über Nersingen fliegen. Nichts deutet auf eine Militäranlage hin. Belz: „Wir simulieren alles.“ Von der Flugkurve der Geschosse bis hin zu extremer Kälte oder Wüstenhitze. Dafür stehen Klimakammern bereit, schließlich nutze Großbritannien beispielsweise Cobra bereits im Irak. Über die Hensoldt-Kundschaft darf Belz eigentlich nicht reden. Bekannt ist nur, dass die Bundeswehr über zehn Cobra-Systeme in der Artillerietruppe verfügt. Aber der Rüstungs-Informationsdienst der Bundesregierung verrät etwa, dass Ulmer Cobra-Radare auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten eingesetzt werden. Die Stückzahlen sind extrem gering. Anders sieht das bei Flugsicherungsradaren für Flughäfen aus. Eine Testanlage in Straß sei im Aufbau, nachdem die Flächen-Kapazitäten auf dem Hensoldt-Standort in Erbach erschöpft seien.

Den ersten zivilen Auftrag zog Hensoldt bereits an Land: Die Deutsche Flugsicherung orderte mehrere Flugüberwachungsradare. Die Technik aus der Ulmer Radarhochburg in der Wörthstraße solle der Konkurrenz weit überlegen sein, wie Hensoldt in einer Publikation betont: Reichweite und Höhenerfassung des Radars erlaubten ein vier Mal größeres Abdeckungsvolumen verglichen mit auf dem Markt befindlichen Radaren.

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