75 Jahre Hiroschima. Donnerstag, 6. August 2020, 17-18 Uhr. Ulm-Mitte, Hans-und-Sophie-Schollplatz. Gedenken an den Abwurf der US-Atombomben auf Hiroschima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945). Aktuell hängen noch etwa 13.400 Atomsprengköpfe wie ein DAMOKLESSCHWERT über der Menschheit! Alle Atomwaffen sollen sofort abgerüstet werden!

Martin Bendel, der Erste Bürgermeister der Stadt Ulm, wird ein Grußwort sprechen. Wir werden eine Schweigeminute für die Opfer der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945) halten. Die „Festtagsmusik“ wird spielen. Außerdem legen wir ein Friedenszeichen (CND-Symbol) aus Blumen auf dem Platz.
Die Stadt Ulm gehört dankenswerterweise zu den weltweit 7.800 und deutschlandweit 680 „Mayors for Peace“ (M4P). Dieses Bündnis setzt sich weltweit für die Abschaffung der Atomwaffen ein. Erster Vorsitzender der M4P ist der Bürgermeister von Hiroshima. In Deutschland werden alle M4P-Aktivitäten durch die Stadtverwaltung Hannover koordiniert. Im Jahr 2010 trat die Stadt Ulm den M4P bei.
Viele Ulmer erinnern sich an die 30 Atomraketen, die in den 1980er-Jahren in Lehmgrube (Kettershausen) bei Neu-Ulm stationiert waren. Viele Menschen erinnern sich außerdem an die Friedensbewegung der 1980er-Jahre und besonders an die Menschenkette am 22. Oktober 1983. Diese Bewegung hat dazu beigetragen, dass 1987 Ronald Reagan und Michael Gorbatschow den INF-Vertrag unterzeichneten. Aufgrund des INF-Vertrages wurden alle europäischen, landgestützten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite zwischen 500-5.500 km abgerüstet. Außerdem wurden in dieser Zeit auch die START-Verträge abgeschlossen. Aufgrund dieser Verträge konnte die Zahl der Atomsprengköpfe von damals (70.000 Stück) auf heute 13.400 Stück reduziert werden.
Aktuell hängen noch etwa 13.400 Atomsprengköpfe wie ein DAMOKLESSCHWERT über der Menschheit! Durch technisches und menschliches Versagen kommt es immer wieder zu Beinahe-Einsätzen von Atomwaffen! Bisher konnten einzelne, mutige Menschen – wie zum Beispiel Stanislav Petrow im Herbst 1983 – diese Katastrophe in letzter Minute stoppen. Aber wie lange hat die Menschheit noch solches Glück?
Das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“ ICRC setzt sich deshalb vehement für die atomare Abrüstung ein. Denn die Folgen eines Atombombenabwurfes auf eine Stadt wie Ulm wären unvorstellbar grausam. Hilfs-Organisationen könnten in dieser Situation kaum noch helfen.
Am 26. März 2010 beschloss der Bundestag fraktionsübergreifend (SPD, Grüne, CDU, FDP), dass die USA die restlichen Atomwaffen aus Büchel abziehen sollen.
Ein offenes Geheimnis ist, dass auf dem Militärflugplatz (Fliegerhorst) Büchel bei Cochem an der Mosel mehrere Atombomben Typ B61 stationiert sind. Im Kriegsfall sollen deutsche Soldaten diese Atombomben mit deutschen Militärflugzeugen transportieren und abwerfen.
Derzeit sind alle Abrüstungsverträge in Gefahr oder wurden bereits gekündigt. Der INF-Vertrag ist seit 2. August 2019 außer Kraft. Aktuell besteht die große Gefahr, dass die START-Verträge nicht verlängert werden: Der "New-Start"-Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen läuft am 5. Februar 2021 aus. Derzeit modernisiert die USA die B61-Atombomben. Sie werden z.B. mit GPS und Lenkflügeln ausgestattet, und mit variabler Sprengkraft. EIN NEUER RÜSTUNGSWETTLAUF DROHT, eine neue Rüstungsspirale wie im Kalten Krieg.
Am 7.7.2017 stimmten in der UNO 122 Staaten einem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons, TPNW) zu. Derzeit läuft der Ratifizierungsprozess. Die Organisation ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) hat den Friedensnobelpreis 2017 bekommen. Weil ICAN durch sehr viel Lobbyarbeit den TPNW in der UNO vorangebracht hat.
>Ein CND-Symbol (sogenanntes Peace-Zeichen) aus Blumen liegt auf dem Boden. Vielleicht schaffen wir es, in einem großen Kreis um das Blumen-Symbol zu stehen? Das Symbol wird gestaltet aus etwa 200 Blumen. Durchmesser circa 4 Meter. Das CND-Symbol besteht aus 2 Buchstaben des Winkeralphabetes: N und D = Nuclear Disarmament!

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