
Friedens-Region Ulm / Neu-Ulm
Mach mit! Wir brauchen dich und deine Ideen! Für eine Welt ohne Rüstung, Militär und Krieg!
Das Nazi-Denkmal Ecke Karlstraße - Stuttgarter Straße, Baujahr 1937, glorifiziert die deutschen Überfälle auf europäische Nachbarländer im ERSTEN Weltkrieg, um die deutschen Überfälle auf europäische Nachbarländer im ZWEITEN Weltkrieg vorzubereiten!

Ulm (Denkmal Infanterieregiment 127), Baden-Württemberg
Das Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen, Gestorbenen und Vermissten des 9. Württembergischen Infanterieregiments Nr. 127 „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ steht in Ulm an der Karlstraße, Ecke Stuttgarter Straße. Auf dem 1937 errichteten Ehrenmal sind die Einsatzräume des Regimentes im Ersten Weltkrieg zu lesen. Ein stilisiertes Eisernes Kreuz, Soldatenfiguren und ein Steinerner Adler ergänzen die Gestaltung der Steinwand.
Inschriften:
9. Württembergisches Infanterieregiment Nr. 127 seinen im Weltkrieg 1914 – 1918 gefallenen Kameraden. 114 Offiziere, 2875 Unteroffiziere und Mannschaften. Treue um Treue.
Zum treuen Gedenken für die Gefallenen unseres Traditionstruppenteils II./I.R. 56.
1914 – 1915:
Longwy – Longuyon, Barancy - Mussy la Ville, Signeulx – Übergang über die Maas bei Sassey, Varennes, Vaubecourt, Sommeaisne, Argonnen.
1916:
Ypern, Höhe 59 und 60, Somme, Guillemont, Wytschaetebogen – Sailly – Saillisel.
1917:
Lothringen, Doppelschlacht Aisne Champagne, Langer Rücken – Cornilett, Berry – Block, Verdun, Granatental – Beaumont – Höhe 326, Aisne Höhe 108 u. 91.
1918:
Grosse Schlacht in Frankreich, Boulogne la Grasse, Hainvillers, Stellungskämpfe bei Reims – Brimont – St. Thierry – Schloss Marais, Champigny – Petersberg, Constantin Fe, Schlacht bei Vouziers, Sedan.
Entwurf F. Morgenröther Architekt, Plastik L. Ade 1937
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Rede am 8.5.2026 vor dem Kriegerdenkmal in 89073 Ulm, Ecke Stuttgarter Straße - Karlstraße. Liebe Mitstreiter und liebe Mitstreiterinnen,
ich bin Pino vom Solinetz Ulm und bin sehr froh, dass wir an diesem wichtigen und historischen Tag genau hier eine Mahnwache einlegen. Heute ist der bundesweite Streiktag gegen die Wehrpflicht und wir stellen uns entschlossen gegen die Aufrüstung in Deutschland, zusätzlich ist heute auch der Tag der Befreiung, also der Sieg über die Herrschaft der Nazis in diesem Land. Ihr fragt euch bestimmt, wieso wir hier genau vor einem Denkmal für gefallene und verschollene Soldaten des Ersten Weltkriegs stehen. Das lässt sich einfach beantworten, dieses Denkmal wurde von den Nazis 1937 entworfen und erbaut, ihr seht auf der linken Seite einen Soldaten mit Pickelhaube und auf der rechten Seite einer mit Stahlhelm und Naziuniform.Also geht es nicht nur um die Vergangenheit und Gedenken einer Zeit in der millionenfach Arbeiter:innen elendig verreckt sind für die Expansionswünsche des deutschen Kaiserreichs, sondern dieses Denkmal sollte damals auch in die Zukunft zeigen, dem deutschen Volk den Weg weisen in eine ruhmreiche Zeit. Die sogenannte ruhmreiche Zeit führte zu einem Angriffskrieg, der seinesgleichen gesucht hat und zum Zweiten Weltkrieg, der über 65 Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Dieses Denkmal, das auch für den deutschen Faschismus steht wird hier von der Stadt Ulm einfach toleriert, statt es abzureißen und ein Denkmal für die Opfer des Faschismus zu errichten oder einfach was nützliches für die Nachbarschaft zu bauen, müssen wir diese Nazikunst ertragen. In Zeiten von Militarisierung und Rechtsruck passt das zur Stimmung derRegierung ganz gut rein, aber wir werden das nicht einfach so tolerieren, wir als Solinetz Ulm werden dazu anfangen Widerstand zu organisieren und uns dafür einsetzen das Symbole der Kriegstreiberei und Faschismus aus unserem Viertel verschwinden, vor allem wenn sie vom Todeskult der Nazis erbaut wurde, um ihre Propaganda zu vertreiben. Die Stele, die hier aufgestellt wurde, ist ein schlechter Witz, deswegen fordern wir von Martin Ansbacher und der Stadt Ulm das dieser Müll weggesprengt wird! Der Nazi-Faschismus in diesem Land steht für Repression, Verfolgung, Mord, Totschlag und ebenso Militarisierung, auch wenn die deutsche Bevölkerung nicht so kriegsbegeistert ist wie 1939 müssen wir auch darüber sprechen, das es schon heute Parallelen gibt, die wir aufmerksam betrachten müssen.Für einen erfolgreichen Krieg nach Außen muss es daheim ruhig sein, die Bevölkerung soll sich beteiligen, die Wirtschaft soll laufen, Kunst und Presse mitspielen und die Reproduktion einwandfrei funktionieren, man kann das als Heimatfront bezeichnen. Heute in der BRD sehen wir Vorbereitungen, diese ruhige und funktionierende Heimatfront herzustellen, einerseits mit massiver Investition in die Rüstungsindustrie und in die Infrastruktur, mit dem 600 Milliarden Paket von der Regierung. Die Einschränkung der Presse beim Fall von Hüseyin Dogru und die Einschränkungen bei der Meinungsfreiheit wie das beim Demonstrationsrecht immer wieder passiert oder wie ganz aktuell als ein junger Genosse, der den Schulstreik in seiner Stadt mitorganisiert, vom Verfassungsschutz angesprochen wurde und so Druck ausgeübt werden soll bei seiner Beteiligung am Schulstreik, auch das ist eine Form der Einschränkung der Meinungsfreiheit. Gleichzeitig wird der Sozialabbau vorangetrieben, um die Rüstung zu finanzieren und die Arbeiter:innen in schlechte Jobs zu zwingen, das bringt natürlich Widersprüche in die Heimatfront der BRD weswegen die Repressionen gegen uns hochgefahren werden, diese Repressionen nach Innen für Menschen, die sich gegen die Wehrpflicht, Militarisierung und Staatsräson stellen, sind ein Schutzmechanismus für die kapitalistische Grundordnung. Schüler:innen, die beim Schulstreik von der Polizei in Gewahrsam genommen werden um in die Schule gekarrt zu werden, die sexuellen Übergriffe der Polizei beim RheinMetal Entwaffnen-Camp in Köln und die überzogene staatliche Gewalt bei Palästina Demos oder die juristischen Verstöße beim Prozess der Ulm5. Das sind alles Aktionen für eine freie, solidarische Gesellschaft, für eine bessere Zukunft für uns alle, aber weil sie sich gegen die Interessen des Kapitals stellen, werden sie unterdrückt. Denn das Kapital profitiert an Kriegen, der Konkurrenzkampf der imperialistischen Mächten zwingt sie dazu, friss oder stirb! Gewinnt den Konkurrenzkampf oder werdet von den Siegern niedergetrampelt. Genau in diesen Kriegs- und Krisenzeiten sichert der Faschismus konsequent dem Kapital die Profite und sie geben sich die Hand bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Die ersten Opfer der Nazis waren Kommunist:innen, Gewerkschafter:innen und Sozialist:innen, bevor sie ihre perfiden Vernichtungspläne an Jüd:innen, Roma und Sinti, LGBTI+ und Menschen mit Behinderungen durchgeführt haben. Sie vernichteten die Gegner des Kapitals.Also müssen wir uns fragen, muss es so bleiben wie es ist oder schlimmer, muss es wieder so werden wie es war? Nein, denn wir sind die Mehrheit, wir die Arbeiter:innen, haben kein Interesse an Krieg und Faschismus. Das müssen wir unseren Klassengeschwister sagen und uns solidarisch zusammenschließen, zusammen können wir den Sozialabbau stoppen, die Kriege beenden und den Sozialismus erkämpfen. Nieder mit dem Faschismus, Hoch die internationale Solidarität!







