Kommt alle! Donnerstag, 12.12.2019, Protest gegen das MILITÄR-ADVENTS-KONZERT IN DER PAULUSKIRCHE mit Kinderchor Ulmer Spatzen. Ort: Frauenstr. 110, 89073 Ulm. Wir protestieren ab 17.45 Uhr vor der Kirche, bis 19 Uhr. Wir fordern: Die evang. Kirche sollte das Militär und den Krieg nicht länger unterstützen! Und der Ulmer Spatzen Chor sollte sich nicht für Bundeswehr-Werbung instrumentalisieren lassen. Hier ist unser schöner Flyer Din-A5 zum ausdrucken. Kontakt und Informationen

Rückblick: Gegen das Militär-Advents-Konzert in der evang. Pauluskirche in Ulm am 6. Dezember 2018. Wir protestierten mit Unterstützung der Gruppe LEBENSLAUTE.

Wir sind gegen das Militär-Advents-Konzert am Donnerstag, 6. Dez. 2018 in der Kirche!
Kreativer Protest ab 18 Uhr vor der Pauluskirche, Frauenstraße 110, Ulm.
Dieses Militär-Advents-Konzert ist
1. … ein Missbrauch des Kirchenraumes für Militär-Werbe-Zwecke! Sollte die Kirche nicht dem Frieden dienen?
2. … ein Missbrauch von Musik für Militärwerbung! Sollte Musik nicht dem Frieden dienen?
3. … ein Missbrauch von Kindern (Kinderchor Ulmer Spatzen) für die Militär-Sympathie-Werbung!
Laut Bundeswehr-Website sind Militärkonzerte eine Brücke zur Bevölkerung. Die besondere Atmosphäre der Kirche, die Schönheit der Musik und der Charme des Kinderchors – diese drei Sympathieträger sollen sich auf die Bundeswehr übertragen.
Ausgeblendet wird bei diesen Konzerten die Sinnlosigkeit der Auslandseinsätze in Afghanistan, Mali und Syrien. Ausgeblendet werden die Gräuel des Krieges, an denen auch die Bundeswehr beteiligt ist, z.B. die Bombardierung von Zivilisten. Ausgeblendet werden die hohen Kosten der Bundeswehr (ca. 44 Mrd. Euro) und speziell die Kosten der Militärmusikkorps (ca. 50 Mio. Euro). Dieses Geld fehlt jeden Tag in unseren Schulen, in der Pflege, beim ÖPNV und bei der zivilen Bearbeitung internationaler Konflikte.
Wie passt die Weihnachts-Botschaft vom „Frieden auf Erden“ mit Militärwerbung in der Kirche zusammen? Hat die Kirche aus zwei Weltkriegen noch immer nichts gelernt? Warum rechtfertigt die Kirche weiterhin das Militär, die Rüstung und den Krieg? Wir fordern die Verantwortlichen der Pauluskirchengemeinde (Kirchengemeinderäte, Pfarrer und Kirchenleitung) auf, Militär-Kirchen-Konzerte zu unterlassen!
Wir sind Mitglieder von Friedensgruppen (DFG-VK, Christ*innen und Gewerkschafter*innen) aus dem Raum Ulm / Neu-Ulm. In diesem JAhr werden wir unterstützt durch die Musikgruppe LEBENSLAUTE.

Veranstalter des Militär-Kirchen-Konzertes ist das Multinationale Kommando Operative Führung, E-mail: mnjhqpao@bundeswehr.org - zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde.

Richten Sie Ihre Protest-Schreiben bitte an Pfarrer Adelbert Schloz-Dürr, Staufenring 38, 89073 Ulm, Fon: 0731 / 2 53 06, mail Adelbert.Schloz-Duerr@elkw.de, Pfarrer Peter Heiter, Rosensteinweg 22, 89075 Ulm, Fon: 0731 / 2 27 28, mail Peter.Heiter@elkw.de, Bezirkskantor Philip Hartmann, Fon: 07392 / 9 13 33 - 1, bezirkskantorat.ulm@gmx.de und die veranstortlichen Kirchengemeinderäte: Eberhard Aigner,  Dr. Alexandra von Baer, Dr. Susanne Beckert,  Achim Bütow,  Ruth Buschardt, Mareike Gerster,  Ute Hirsch, Dr. Frank Reuther, Anne Schall-Steiger, Claudia Schmalberger-Colditz und Holger Schöniger.

Die Pauluskirche in Ulm (evangelische Kirchengemeinde, Frauenstraße 110) veranstaltet ungefähr zweimal jährlich Militärkonzerte. Der Zweck: Sympathiewerbung für die Bundeswehr und deren sinnlose Auslandseinsätze. Offenbar hat diese Kirchengemeinde aus zwei Weltkriegen nichts gelernt.

Die Bundeswehr missbraucht bei diesen Konzerten (1.) die besondere Atmosphäre der Kirche, (2.) den Kinderchor "UlmerSpatzen" und (3.) die Schönheit der Musik für Image-Werbung. Was hätte Jesus dazu gesagt, dass in seinem Haus Image-Werbung für das Militär gemacht wird? Unser Vorschlag: In der Pauluskirche nur noch Friedenskonzerte, keine Militärkonzerte!

Fotos oben: Der Missbrauch eines Kinderchores (Kinder und Jugendliche) zu Militär-Werbezwecken. Am 6. Dez 2017 Heeresmusikkorps Ulm und Ulmer Spatzen in der evangelischen Pauluskirche Ulm.

Text am 30.12.2017 auf der Bundeswehr-Website:

Heeresmusikkorps und Spatzen stimmen auf Weihnachtszeit ein

Die Ulmer Spatzen sowie das Heeresmusikkorps Ulm begeisterten knapp 800 Zuhörer mit ihrer musikalischen Darbietung in der Pauluskirche.

Mit „Macht hoch die Tür“ eröffneten die Musiker des Heeresmusikkorps Ulm das traditionelle Adventskonzert. Die besondere Akustik in der Pauluskirche setzte den atemberaubenden Gesang der Spatzen sowie den hervorragenden Klang der Heeresmusiker besonders in Szene. Nach einer kurzen Ansprache durch den Standortältesten und Gastgeber, Generalmajor Klaus Habersetzer, begannen die Spatzen mit einer Darbietungen von „Pueri Hebraeorum“ und sangen ausgewählte Stücke aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Camille Saint-Saëns.

Nach der musikalischen Einstimmung in die Adventszeit richtete Militärdekan Gerhard Kern das einige besinnliche Worte an die Zuhörer zu richten. Er las eine Geschichte von Rachel Naomi Remen mit dem Titel „Aus Liebe zum Leben“. Sie handelt von einem Menschen, dem Großvater des Protagonisten, der uns durch seine Worte lehrt für die unscheinbaren oder gar hinderlichen Dinge im Leben Dankbar zu sein.
Ein Zivilist liest aus einem Buch.

Das Heeresmusikkorps und die Spatzen schlossen das Konzert gemeinsam mit „der Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelberg Humperdinck. Vor dem Ausklang bei Glühwein und Spekulatius im benachbarten katholischen Gemeindehaus St. Georg folgten die Besucher dem Aufruf von Militärdekan Gerhard Kern, die vorweihnachtliche Freude nicht zu vergessen. Sie stimmten ein in den Schlussgesang „Macht hoch die Tür“.

Das Adventskonzert des Standortes Ulm/Dornstadt/Setzingen steht als Benefizkonzert in einer langen Tradition. „Die Kombination von Heeresmusikkorps und Ulmer Spatzen hat sich dabei immer wieder als geniale und begeisternde Kombination herausgestellt", betonte Generalmajor Habersetzer vor mehr als 800 Konzertbesuchern. Nach dem Konzert stellte er fest: „Superleistung aller Beteiligten, besser geht’s nicht".

Das Publikum spendete nicht nur viel Beifall, sondern auch viel Geld: Rund 6.000 Euro kamen zusammen, über die sich nun die Soldatentumor- und Unfallhilfe Ulm, die Ulmer Spatzen sowie die Lebenshilfe Donau-Iller freuen können. 

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