Militärische Einrichtungen (Kasernen, Bw-Krankenhaus, Militärmusikkorps, Feldjäger, Materialprüfstelle, Karierecenter, Reservisten) im Raum Ulm:

Wilhelmsburgkaserne

Haupttor: Stuttgarter Straße 199. Diese Kaserne beherbergt das JSEC (Joint Support and Enabling Command), das MNJHQ (Multinationales Kommandos Operative Führung), das Militärmusikkorps Ulm und die Militärpolizei (7./FJgRgt 3 Ulm).

Rommelkaserne Dornstadt

Wenige Kilometer nördlich von Ulm. Benannt nach dem NS-Kriegsverbrecher Erwin Rommel. Stationierte Einheiten bzw. Dienststellen: (1.) Sanitätsregiment 3, (2.) Verbandsabzeichen KfAusbZ Dornstadt Kraftfahrausbildungszentrum Dornstadt, (3.) Fahrsimulator Kette Dornstadt, (4.) Logistikzentrum der Bundeswehr Logistische Steuerstelle 6, (5.) Bundeswehrdienstleistungszentrum Ulm Serviceteam Dornstadt. Weitere Einrichtungen auf dem Gelände: Unteroffizierheim, Offizierheim, LHD-Shop (Bekleidungsmanagement der Bundeswehr), Heeresinstandsetzungslogistik

Bleidornkaserne

Am Fort "Unterer Kuhberg". Der Bund hatte geplant, diese Kaserne zu verkaufen. Zum Schluss war nur noch das Rekrutierungsbüro (Karrierecenter der Bundeswehr) dort untergebracht. Man hatte gehofft, dass auf dem Gelände der Bleidornkaserne die Wohnungen gebaut werden können, die in Ulm so dringend gebraucht werden. Doch ab dem Jahr 2018 ruderte der Bund zurück. Eventuell wird die Kaserne als Wohnquartier für die neuen JSEC-Soldaten gebraucht.

(Konvertierte Kasernen)

Die Rommelkaserne hat es noch vor sich. Die Wilhelmsburgkaserne hat es noch vor sich. Einige andere Kasernen haben es bereits hinter sich: die Umwandlung (Konversion) in Industriegebiete, Wohngebiete et cetera. Frühestes Beispiel: In vielen Anlagen der BUNDESFESTUNG sind jetzt Schulen, Theater, Vereinsräume und so weiter untergebracht. Die PIONIERKASERE dient als Lager für das Stadtarchiv. Schlechtes Beispiele: In der ehem. ULANENKASERNE residieren drei Rüstungsfirmen: Hensoldt, MBDA und Airbus-DS.

Munitionsdepot Setzingen

Etwa 30 Kilometer nördlich von Ulm, neben der A7. Mit Munition aus dem Depot Setzingen schießen Bundeswehrsoldaten in Auslandseinsätzen auf Frauen, Kinder und Männer.

Bundeswehrkrankenhaus

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm ist ein fester Bestandteil der militärischen Planung. Es ist ein Teil der "Militärmaschine". Wir fordern die Konversion dieses Krankenhauses in ein ziviles Krankenhaus!

Reservistenkameradschaft

Die Reservisten-Kameradschaften der Region Ulm unterstützen das Militär, die Aufrüstung und den Krieg. Die Ulmer Reservisten-Kameradschaften sind deshalb eine Gefahr für den Frieden.

Militärmusikkorps Ulm

Die Militärmusikkorps der Bundeswehr haben drei Funktionen: Sie spielen bei militärischen Zeremonien, sie spielen zur Unterhaltung von Soldaten (auch in Auslandseinsätzen) und sie sind eine emotionale "Brücke" zur Bevölkerung. Auf diese Weise sind die Militärmusiker gut funktionierene (unterstützende) Rädchen im militärischen Getriebe.

Karrierecenter (Rekrutierungsbüro)

Das Karrierecenter der Bundeswehr befindet sich in der Bleidornkaserne. Die Aufgabe des Karierecenters ist es, junge Leute in den Krieg zu locken. Es bestehen erstaunliche Parallelen zwischen der alten Geschichte vom "Rattenfänger zu Hameln" und dem Karierecenter Ulm. Beide locken junge Leute in den Tod.

Die Stadt Ulm war aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage in der Geschichte oft umkämpft. Ulm ist seit 1666 Garnisonsstadt und ist es bis heute. Seit den 1950er Jahren ist Ulm Sitz höchster militärischer Stäbe der Bundeswehr. Ulm beheimatete in der Zeit des Deutschen Bundes im 19. Jahrhundert neben - Landau, Luxemburg, Mainz und Rastatt - eine von fünf Bundesfestungen. Die Ulmer Festung wurde im Zeitraum von 1842 bis 1859 gebaut. Ihre umfangreichen Anlagen bildeten den Rahmen für die Stationierung einer zeitweise mehrere tausend Mann starken Garnison in Ulm.

Die jahrhundertelange Militärtradition der Stadt Ulm wurde - trotz zweier verlorener Weltkriege - fortgesetzt. Neben der Rommelkaserne (Logistik, Bw-Fahrschule etc.) und der Wilhelmsburg-Kaserne (Mulitnationales Kommando, Heeresmusikkorps etc.) gibt es in Ulm auch das Bundeswehr-Krankenhaus, die Bundeswehr-Seelsorge (mit Militärkirche), das Heeresmusikkorps, die Reservistenkameradschaft, das Rekrutierungsbüro, die "Gesellschaft für Sicherheitspolitik" - und zahlreiche Rüstungsfirmen.

Ulm beherbergt viel Rüstung und Militär. Hat Ulm aus zwei Weltkriegen (viel Zerstörung und Leid) nichts gelernt?

Die Nachfolge des II. Korps: Im Kommando Operative Führung Eingreifkräfte waren Soldaten aller Teilstreitkräfte vertreten, also von Heer, Luftwaffe und Marine. Das Kommando gehörte zum militärischen Organisationsbereich Streitkräftebasis. Als einziges in der Bundeswehr stand es seit 2005 für EU-Einsätze zur Verfügung – mit einem Operation Headquarters (OHQ) auf militärstrategischer Ebene oder auf operativer Ebene mit einem Force Headquarters. Dies konnte innerhalb weniger Tage in ein Einsatzland verlegt werden. Soldaten aus sieben Ländern gehörten zu der deutschen militärischen Dienststelle in Ulm. Das österreichische Bundesheer stellte mit einem Brigadier nicht nur den höchsten ausländischen Vertreter, sondern mit fünf Offizieren auch das größte multinationale Kontingent.

Im Rahmen der 2011 von Verteidigungsminister Thomas de Maizière verkündeten Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Ulmer Kommando am 1. Juli 2013 zum Multinationalen Kommando Operative Führung/Multinational Joint Headquarters Ulm umgegliedert. In der Wilhelmsburgkaserne sind Angehörige aus Streitkräften von fast 20 europäischen Staaten stationiert. Unter Führung eines deutschen Drei-Sterne-Generals können dann weltweit Krisenmanagementeinsätze im Auftrag der Vereinten Nationen, der Nato oder der Europäischen Union geführt werden.

Stand 20. Oktober 2013, Quelle: http://www.atarimuseum.de/festung/kasernen.html

 

Die Kasernen

Zur Unterbringung der Soldaten wurden natürlich auch Kasernen notwendig, so wurden neben den Defensivkasernen der Festungswerke (Donaubastionen, Untere Gaisenbergbastion und Wilhelmsburg) noch etliche weitere Kasernen, zumeist innerhalb des Festungsrings erbaut. Nach der Festungsära kamen mit dem Aufbau der Wehrmacht etliche Kasernen in beiden Stadtgebieten dazu, von denen heute noch die Hindenburgkaserne, die Bleidornkaserne und die ehemalige Flandernkaserne als Teil der Wilhelmsburgkaserne genutzt werden. Der Erhaltungszustand der Kasernen ist sehr unterschiedlich - während von Ulanenkaserne, Gaisenbergkaserne und Schillerkaserne kaum noch etwas übrig ist, befinden sich auf dem Gelände der Wilhelmsburgkaserne noch etliche Bauten aus der Festungs- und frühen Kasernenzeit, außerdem existieren fast alle Gebäude der Kienlesbergkaserne, der Artilleriekaserne und der Schlosskaserne bis heute. Die Neu-Ulmer Kasernen wurden vollständig abgetragen. Neu-Ulm ist seit 1991 – und damit erstmals seit der Verleihung der Stadtrechte 1869 – keine Garnisonsstadt mehr. In Ulm, welches schon seit dem 17. Jahrhundert ständiger Sitz einer Garnison war, sind heute das Multinationale Kommando Operative Führung (MN KdoOpFü/MN JHQ Ulm), das Feldjägerbataillon 452, ein Unterstützungsbataillon, das Heeresmusikkorps 10 und ein Sanitätszentrum (alle Wilhelmsburgkaserne), das Lazarettregiment 41 (Hindenburgkaserne), das Bundeswehrdienstleistungszentrum Ulm und das Kreiswehrersatzamt (Bleidornkaserne) und eins von bundesweit fünf Bundeswehrkrankenhäusern beheimatet. Außerdem gehören zum Standort Ulm die Rommelkaserne in Dornstadt (Logistikregiment 47, Logistikbataillon 471, Logistiksteuerstelle 6, Kraftfahrausbildungszentrum Fahrsimulator Kette und Militärkraftfahrer) sowie das Munitionslager Setzingen, ein katholisches und ein evangelisches Militärpfarramt, ein Mobilitätscenter, eine Familienbetreuungsstelle und eine Geländebetreuungsstelle.

Im Zuge der Bundeswehrreform wurde am 26. Oktober 2011 bekannt, dass das Logistikregiment 47, das Logistikbataillon 471 und das Kreiswehrersatzamt geschlossen bzw. aufgelöst werden sollen und das Lazarettregiment 41 nach Dornstadt verlegt werden soll. Die Bleidornkaserne und die Hindenburgkaserne sollen dann geschlossen werden, die Stadt Ulm hat bereits Interesse an den Flächen angekündigt.

Hier werden nur die Kasernen und Mannschaften aufgeführt, die im Zusammenhang mit der aktiven Festungszeit (1842–1918) stehen und während dieser Phase bestanden.

 

  1. Artilleriekaserne Neu-Ulm, auch Fußartilleriekaserne und Spitalkaserne genannt. Existierte 1873–1918. Adresse: Turmstraße 43, Neu-Ulm. Untergebracht war dort das I. Bataillon des 1. Bayerischen Fußartillerieregiments. Heutiger Zustand: Diese Kaserne ist im Originalzustand von 1854 erhalten, 1894 nachträglich angebrachte Obergeschosse nach Brand 1945 abgetragen.

  2. Artilleriekaserne Ulm, Kraftfahrkaserne, Obere Donaubastion, existierte 1855–1945, Adresse Schillerstraße 1, Ulm, untergebracht waren: Württembergisches Fußartillerieregiment Nr. 13 (1855–1873), Württembergisches Feldartillerieregiment Nr. 13 (1873–1889), Württembergisches Feldartillerieregiment „König Karl“ Nr. 13 (1889–1918). Heutiger Zustand: Kasernengebäude von 1914 und Reduit großteils erhalten.

  3. Chevauxlegers-Kaserne, Reiterkaserne, existierte 1867–1918, Adresse Ecke Flößerweg / Silcherstraße, Neu-Ulm. Untergebracht waren: 2. Division des Königlich Bayerischen Armeekorps (1870–1871), 4. Eskadron des 4. Königlich Bayerischen Chevauxlegers-Regiments (1873–1909). Heutiger Zustand: 1944 von Bomben getroffen, Reste 1975 abgebrochen.

  4. Deutschhaus-kaserne, 1850–1918, Bahnhofstraße 5, Ulm, 1944 zerstört

  5. Fort Albeck, 1897–1918, Fort Albeck 16, Ulm, Reduit erhalten, Kasernengebäude nach 1945 abgebrochen, Gelände in sehr schlechtem Zustand

  6. Friedenskaserne Neu-Ulm,

  7. Maximilianskaserne

  8. Max-II.-Kaserne

  9. Zwölferkaserne

  10. 1867–1945

  11. zwischen Ludwigstraße, Maximilianstraße, Bahnhofstraße und Kasernstraße, Neu-Ulm

  12. Bayerisches 12. Infanterieregiment „König Otto von Griechenland“ (1863–1870)

  13.  

  14. Bayerisches 12. Infanterieregiment „Königin Amalie von Griechenland“ (1870–1879)

  15.  

  16. Bayerisches 12. Infanterieregiment „Prinz Arnulf von Bayern“ (1879–1918)

  17. 1944 von Bomben getroffen, danach abgebrochen

  18.  

  19. Friedenskaserne

  20. Ulm

  21. Karlskaserne

  22. Grenadierkaserne

  23. 1863–1945

  24. zwischen Karlstraße, Syrlinstraße, Keplerstraße und Donautalbahn/Brenzbahn, Ulm

  25. Württembergisches Grenadierregiment „König Karl“ Nr. 123 (1863–1871 und 1898–1918)

  26.  

  27. Württembergisches Infanterieregiment Nr. 124 (1871–1918)

  28. südwestliches Gebäude und anschließende Eckmauer erhalten

  29.  

  30. Gaisenberg-

  31. kaserne

  32. Untere Gaisenberg-

  33. bastion

  34. 1858–1918

  35. Prittwitzstraße 10, Ulm

  36. Stuttgarter Straße 13–15, Ulm

  37. 2. und 4. Kompanie des Württembergischen Pionierbataillons Nr. 13 (1858–1897)

  38.  

  39. I. Bataillon des 9. Württembergischen Infanterieregiments Nr. 127 (1897–1918)

  40.  

  41. 12. Kompanie des 9. Württembergischen Infanterieregiments Nr. 127 (1913–1918)

  42. rechte Flanke der Bastion erhalten, Kasernengebäude ab 1960 vollständig beseitigt

  43.  

  44. Kienlesberg-

  45. kaserne

  46. 1868–1995

  47. Beim Alten Fritz 2, Ulm

  48. Württembergisches Infanterieregiment Nr. 124 (1871–1898)

  49.  

  50. Württembergisches Grenadierregiment Nr. 123 (1898–1918)

  51. erhalten und umfunktioniert

  52.  

  53. Kuhbergkaserne

  54. 1873–1934

  55. Unterer Kuhberg 4–30, Ulm

  56. Württembergisches Fußartilleriebataillon Nr. 13 (1873–1890)

  57.  

  58. Preußisches Fußartilleriebataillon Nr. 13 (1890–1901)

  59.  

  60. Preußisches Fußartillerieregiment Nr. 13 (1901–1902)

  61.  

  62. Hohenzollernsches Fußartillerieregiment Nr. 13 (1902–1917)

  63.  

  64. Hohenzollernsches Fußartillerieregiment Nr. 24 (1917–1918)

  65. vollständig erhalten, Abriss der Kaserne Westerlinger Straße nach Schließung wahrscheinlich

  66.  

  67. Militärspital

  68. 1866–1873

  69. Karl-Schefold-Straße 16–18, Ulm

  70. nur wenige Reste erhalten

  71. Pionierkaserne

  72. Untere Donaubastion

  73. 1858–1945

  74. Basteistraße 40–46, Ulm

  75. Valckenburgufer 21, Ulm

  76. Württembergischer Stab der 1. und 2. Kompanie des Pionierbataillons Nr. 13 (1858–1918)

  77. Defensivkaserne erhalten, Rest bis 1975 beseitigt

  78.  

  79. Schillerkaserne

  80. Neue Artilleriekaserne

  81. 1891–1945

  82. zwischen Böblinger Straße und Hauffstraße, Ulm

  83. 3. Württembergisches Feldartillerieregiment Nr. 49 (1899–1918)

  84. Böblinger Turm und südwestliches Wohngebäude (Hauffstraße 32–38) erhalten

  85.  

  86. Schloßkaserne

  87. 1848–1945

  88. Schloßstraße 1, Wiblingen

  89. erhalten und umfunktioniert

  90.  

  91. Ulanenkaserne

  92. Sedankaserne

  93. Feldartilleriekaserne

  94. 1912–1945

  95. zwischen Wörthstraße, Sedanstraße, Elisabethenstraße und Moltkestraße, Ulm

  96. 1. Württembergisches Ulanenregiment „König Karl“ Nr. 19 (1912–1918)

  97. teilweise erhalten

  98. Wengenkaserne

  99. 1803–1919

  100. Wengengasse, Ulm

  101.  

  102. 1944 vollständig zerstört

  103.  

  104. Wilhelmsburg-

  105. kaserne

  106. seit 1849

  107. Stuttgarter Straße 199 (Einfahrt), Ulm

  108. Österreichische Festungsartillerie (1849–1866)

  109.  

  110. 6. Württembergisches Infanterieregiment (1849–1871)

  111.  

  112. Württembergisches Grenadierregiment „König Karl“ Nr. 123 (1871–1898)

  113.  

  114. 2. Württembergisches Infanterieregiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 120 (1898–1918)

  115.  

  116. 9. Württembergisches Infanterieregiment Nr. 127 (1898–1918)

  117. großteils erhalten

  118.  

  119. Zeughauskaserne

  120. Ulanenkaserne

  121. 1808–1912

  122. zwischen Zundeltor und Gänstor, Ulm

  123.  

  124. nur wenige Reste erhalten

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